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Eine als Wildschweinfarm getarnte Bergbaumine. Eine Explosion im Schacht. Bei Chinas jüngstem Minenunglück sterben zwei Dutzend Menschen, weil die Besitzer sich nicht um Sicherheitsvorschriften scherten.

Nach außen firmierte Huangshanzhen als Wildschweinfarm. Doch in Wirklichkeit baute das Unternehmen in der nordchinesischen Provinz Hebei illegal Eisenerz ab. Am Wochenende kam es im unterirdischen Minenschacht zur Explosion. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua starben 24 Arbeiter. .

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Mit 14 kam Li Jingzhen in eine Fabrik bei Peking. Dann riss ihr eine Maschine den Arm aus.

Es ist ein grauer Wintermorgen, als Li Jingzhen zum ersten Mal in ihrem Leben Peking sieht. Drei Jahre hat sie mit ihren Eltern in einer Baracke am Stadtrand gelebt, von morgens bis abends in der Fabrik gearbeitet. Doch erst jetzt, durch die Scheiben des Busses, entdeckt die 17jährige die Stadt, von der sie immer geträumt hat. Die Prachtbauten auf dem Boulevard des Ewigen Friedens. Das Mao-Porträt am Eingang des Kaiserpalastes. Die letzten Meter zum Obersten Gerichtshof geht Li zu Fuß. Vor der breiten Treppe des Gerichtsgebäudes kniet sie nieder – und weint.

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Liebe in Zeiten des Aufschwungs: Wie Chinesen mit Heiratsanzeigen den Partner fürs Leben suchen

Mao machte die Chinesen prüde. Unter der Führung des “Großen Vorsitzenden” mussten Männer wie Frauen sich in blaue Arbeiteranzüge kleiden. Händchenhalten war in der Volksrepublik verpönt. Wenn ein Paar sich in der Öffentlichkeit küsste, kam der Blockwart mit roter Armbinde angerannt, um die Liebenden zu trennen. Mit der Öffnung der Wirtschaft blüht die Leidenschaft im Reich der Mitte. Wer es sich leisten kann, sucht heute seinen Traumpartner per Heiratsanzeige.

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Eigentlich wollte Peking vor Olympia die Lage der Menschenrechte verbessern. Stattdessen lässt die KP-Führung acht Monate vor den Spielen Kritiker einschüchtern und wegsperren, wie der Fall des Pekinger Aidsaktivisten Hu Jia zeigt.

Frei war Hu Jia schon lange nicht mehr. Seit 2004 verbrachte der
34jährige Bürgerrechtler und Aids-Aufklärer die meiste Zeit unter
Hausarrest und in Gefangenschaft. “Die Beamte der Sicherheitspolizei
hatten eine eigene Wohnung bei uns im Haus gemietet”, sagte seine Frau
Zeng Jinyan, die ebenfalls politisch aktiv ist.

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Tod im Kinderheim

Die behinderten Kinder mussten zu acht in einem Zimmer hausen - je zwei in einem Bett. In der Nacht zum Mittwoch entzündete sich eine Bettdecke. Die Kinder erstickten am Rauch.

Bei einem Zimmerbrand in einem Kinderheim in Südchina sind am Mittwoch acht behinderte Kinder gestorben. Die Kinder im Alter von vier bis neun Jahren hatten nachts in ihrem Zimmer geschlafen, als eine glühende Moskitospirale eine der Bettdecken entzündete, wie die Staatsmedien berichten. Die Behörden ermitteln, ob die Angestellten des Heims die Kinder eingesperrt hatten und für das Unglück mitverantwortlich sind.
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Sie kopieren Picassos, Rembrandts und Warhols am Fließband. Im südchinesischen Dafen leben 5000 Menschen davon, dass sie berühmte Kunstwerke nachmalen.

Huang Tianshuis Atelier liegt im zweiten Stock eines unscheinbaren Mietshauses. Über eine schmale Steintreppe betritt man zwei kleine Räume, die vollgestopft sind mit Meisterwerken. Amerikanische Pop-Art, holländische Ölgemälde und französische Impressionisten hängen an den Wänden. “Hier irgendwo muss sie sein”, sagt Huang und blättert durch einen Stapel mit Hunderten Gemälden. Meisterwerke von Vincent van Gogh, Claude Monet, Gustav Klimt und Andy Warhol gleiten durch seine Hände - wie ein Schnelldurchlauf durch die Kunstgeschichte der Menschheit. Die Bilder hat er selbst gemalt. “Da ist sie”, sagt Huang und zieht eine originalgetreue Kopie der Mona Lisa hervor. Umgerechnet 14 Euro will er für das Ölgemälde.

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Sie sind kleinwüchsig, haben ständig Schmerzen - Zehntausende Tibeter leider unter der rätselhaften “Großen Knochen Krankheit”. Es ist ein Zeichen der extremen Armut in dem Himalajaland.

Das Dorf Narme, zwei Autostunden nordöstlich von Lhasa, liegt in einem idyllischen Tal. Auf den Dächern der Häuser flattern Gebetsfahnen. Die Gehege für das Vieh sind mit Steinmauern umfriedet, vor denen Kinder spielen. Doch über Narme und den 46 Bauernfamilien, die hier leben, liegt ein Schatten. “Im Boden sind böse Geister”, sagt Targyel, der alte Dorfchef, durch die große Zahnlücke in seinen Gebiss. Die Haare über seinem faltigen Gesicht sind zu einem Zopf geflochten. Langsam kommen aus den Häusern die Dorfbewohner. Verkrüppelte Frauen, die kaum größer als Kinder sind. Humpelnde Männer, auf Holzstöcke gestützt, mit aufgequollenen Gelenken. Narme ist ein Dorf der Zwerge.
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Die Schauspielerin und Regisseurin Xu Jinglei schreibt im Internet über ihre Katzen und Alltag. Damit wurde sie zur populärsten Bloggerin der Welt. Ein Interview.


Peking Blog: Frau Xu, im Sommer wurde auf ihrem Blog der 100-Millionste Leserbesuch gezählt. Was ist ihr Geheimnis?

Xu: Solche Rekorde sind immer schwer zu beurteilen. Richtig ist: Ich habe in China sicher die meisten Leser. Das ist wahrscheinlich auch ein Grund für meinen Erfolg, dass ich auf Chinesisch schreibe. Viele Leute, die mich mögen, haben von klein auf meine Filme und Fernsehserien gesehen. Mein Schreibstil ist einfach und leicht verständlich.

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In China formiert sich ein christlicher Widerstand: Anwälte, Bürgerrechtler und Umweltschützer wenden sich dem Christentum zu und finden dort Inspiration für ihren Freiheitskampf.

Li Heping hatte in seinem Leben stets Erfolg. Aufgewachsen in einer Bauernfamilie in der Provinz Henan, schaffte er es auf das Gymnasium, studierte Jura und ist heute Partner einer Pekinger Anwaltskanzlei. Doch etwas schien in seinem Leben zu fehlen. Vor vier Jahren nahm ihm ein Freund mit zu einer Bibelstunde. Li, der sich als kritischer Anwalt von Minderheiten und Unterdrückten einen Namen gemacht hat, war fasziniert. “Im Christentum sind alle Menschen gleich, das ist eine Grundlage der Demokratie”, sagt er. Heute ist der 37jährige überzeugter Protestant .

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Eine südchinesische Stadt will die Veralberung und Beleidigung von Pandas per Gesetz verbieten.

Pandas sind Zhao Bandis Markenzeichen. Ende der Neunziger Jahre wurde der Pekinger Künstler mit skurrilen Fotos von sich und Stoffpandas berühmt. Als Zhao jedoch Anfang November in Peking eine Panda-Modenschau vorführte, bei der Models in schwarz-weißen Dessous und mit Plüschohren auftraten, war für manche Regierungskader Schluss mit Lustig. Die südwestchinesische Stadt Chengdu, die Heimat der Pandas, hat nun ein Gesetz auf den Weg gebracht, das die öffentliche Veralberung und Beleidigung von Pandas künftig unter Strafe stellen soll.

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